Vorsorgeuntersuchung bei Neugeborenen

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten werden die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen der Neugeborenen durchgeführt.
Hierzu gehören:

1. Die U2
Sie ist die erste kinderärztliche Basis-Untersuchung Ihres Kindes, sie findet zwischen dem dritten und zehnten Tag nach der Geburt statt.
Noch einmal werden Größe und Gewicht notiert, Vitamin K verabreicht, außerdem wird das Baby noch einmal gründlich untersucht und evtl. der Wert der Neugeborenen-Gelbsucht ermittelt.

Die Gelbsucht des Neugeborenen tritt häufig auf und verläuft meistens harmlos. Eine um den dritten Tag auftretende Gelbsucht ist normal und ist zunächst kein Anlass zur Sorge. In der Regel klingt die Verfärbung nach ein paar Tagen ab und bedarf auch keiner Behandlung. Das betreuende Personal entscheidet anhand der Hautfärbung und des Allgemeinbefindens des Kindes, ob eine Bilirubin-Bestimmung durchgeführt werden soll. Bei zu hohen Bilirubinwerten wird eine Phototherapie durchgeführt, d.h. Ihr Baby wird mit Augenschutz unter eine UV-Lampe gelegt. Die Lichteinstrahlung führt zu einem vermehrten und schnelleren Abbau des Bilirubins.

2. Der Stoffwechseltest
Er wird am 4. Lebenstag durchgeführt. Für den Guthrie-Test wird ein wenig Blut aus der Ferse Ihres Babys benötigt. Das Blut des Babys wird auf Störungen des Stoffwechsels untersucht. Damit können Krankheiten im Frühstadium erkannt werden, die zu diesem Zeitpunkt ohne Folgen bleiben, wenn sie sofort behandelt werden.

3. Der Hörtest
Er ist für das Neugeborene völlig schmerzlos und dauert nur wenige Minuten. Dennoch kann er entscheidende Weichen für das spätere Leben des Kindes stellen. Dazu wird ein kleines Stöpselchen in den Gehörgang des Babys gesteckt. Dieser sendet Schallwellen, die dem Wassergeräusch im Mutterleib ähnlich sind, an das Trommelfell. Kann das Kind hören, werden diese Schallwellen zurück geschickt. So können wir Ihnen direkt sagen, ob das Gehör des Kindes in Ordnung ist.
Keine Angst, wenn der Hörtest mal nichts angezeigt, denn direkt nach der Geburt ist oft noch Fruchtwasser oder Käseschmiere im Gehörgang und dann können die Schallwellen nicht zum Trommelfell gelangen. In diesem Fall empfehlen wir, wenn das Kind etwas älter ist, den Test bei uns oder beim HNO-Arzt zu wiederholen. Je später eine Hörstörung erkannt wird, desto schlechter kann das Kind sprechen lernen. Wird aber eine Hörstörung noch in den ersten sechs Lebensmonaten entdeckt und behandelt, entwickelt sich die Sprache weitgehend normal.